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Wenn es Gott gibt ...

Seit langer Zeit denke ich viel über das Thema Gott und Religionen nach. Meine Eltern sind beide Muslime und ich bin mehr oder weniger auch Muslim bzw. davon geprägt. Ich mach es immer von meiner Laune abhängig, ob ich mich als einer bezeichne oder nicht. Immerhin esse ich kein Schweinefleich, trinke wenig Alkohol und habe sogar  während Ramadan gefastet, aber das macht mich eigentlich auch nicht zu einem richtigen Moslem.

Heutzutage wird Glauben oft als Gegner der Wissenschaft und des Fortschritts gesehen, aber ist das wirklich so? Sicherlich war es ab und an in der Vergangenheit so, aber das war doch nicht der Glaube an sich, sondern die Institutionen, die durch den Glauben der Leute Macht hatten und diese nicht verlieren wollten. Häufig ist es so, dass Glaube Halt und Sicherheit gibt und Kraft spendet, was viele Gegner so interpretieren, dass der Glaube die hilflose Situation vieler Menschen ausnutzt. Nur was ist daran schlecht? In einem System, wo es nur Fragen gibt, wo die Menschen nach dem Sinn des Lebens suchen, um Verluste der Werte bangen, ist da ein Glaube nicht etwas Gutes auch wenn es an sich keinen Gott gibt? Viele meinen durch Religionen sind so viele Menschen umgekommen, aber wer hat daran gedacht, dass Religionen erste Gesetze geschaffen hat (10 Gebote etc) und dadurch Traditionen, Werte etc entstanden, wodurch ein friedliches Leben untereinander ermöglicht wurde. Etwas gemeinsames schweißt Menschen doch zusammen. Und die Kriege, die geführt wurden, wurden meiner Meinung eher aus politischen Gründen geführt unter dem Namen der Religion nur das verstehen viele nicht.

Da gibt es aber noch die Kehrseite der Medaille. Wenn es aber einen Gott gibt, warum verhungern Menschen, vor allem Kinder, die nichts getan haben? Warum lässt Gott zu, dass Menschen in Afrika ausgebeutet werden? Hat er deshalb ein Spendersyndrom für Europäer erschaffen? Ich mein Spenden sind wichtig, aber ich finde es falsch, wenn Firmen, die die Afrikaner ausbeuten, nach Afrika spenden um deren Güte zu zeigen. Dann sollen sie die Afrikaner in Ruhe lassen. Dann sollen sie nicht ihre subventionierten Produkte in Afrika verkaufen und damit die Händler etc vor Ort in die Ruinen reißen. Aber dafür spenden sie ja ab und zu etwas Essen. Warum lässt Gott sowas zu? Warum lässt er zu, dass Frauen vergewaltigt, Kinder misshandelt werden? Was haben diese Kinder / Frauen getan? Kann das alles Gottes Wille sein? Lohnt sich solch einen Gott täglich anzubeten?

Tief in mir glaube ich an Gott, aber mein Glaube hat Zweifel. Warum kommt ein guter Ungläubiger in die Hölle und ein schlechter Gläubiger ins Paradies? Nur wegen dem Glauben an Gott? Nur weil man betet? Sind soziale Sachen nicht viel wichtiger?

Eine andere Sache, die mir durch den Kopf geht ist, das viele Menschen anprangern Religionen seien intolerant gegenüber anderen Religionen, da sie ja nur ihre Auffassung akzeptieren und andere als falsch darstellen. Sind Atheisten aber toleranter? Wenn ich manchen erzählen würde, ich wäre Muslim, würden die mich gleich verabscheut und distanziert angucken. Und viele Fragen mich, woher ich denn weiß, dass es Gott gäbe und stellen Glauben als Schwachsinn dar. Wo bleibt da Toleranz und Respekt vor einander?

Da ich mit einem Statement abschließen will und mir kein starkes einfällt, bediene ich mich einfach eines Zitats von Brecht: 

"Religion und Rechtschreibung sind Privatsache"

4.11.08 19:35


3.11.08 23:34


Hoffnung stirbt zuletzt, doch alles was bleibt ist die Erinnerung.

Wie jeden Tag saß ich heute stundenlang einfach nur rum, hab aus meinem Fenster geguckt und mir gewünscht, dass ich meiner Geliebten: "Ich liebe dich", sage, ihr dabei in die Auge gucke und ihre Hände halte. Leider sehe ich sie erst in rund 10 Monaten wieder. Bis dahin heißt es: träumen, abwarten und hoffen. Das einzige wofür es sich noch zu leben lohnt, sind die Telefonate mit ihr und der Traum, sie so bald wie möglich wiederzusehen.

p.s. I love her!!!!!!! 

3.11.08 23:30


Wieder Schule :(

Heute war für mich wieder Schule angesagt. Mein Wecker, der mich um 6Uhr wecken sollte, hat mich erst eine halbe Stunde später geweckt. Ich muss es bis dahin wohl nicht gehört haben. Ich wollte aber auch nicht zu spät zur Schule kommen, die um 7Uhr beginnt und deshalb machte ich mich so halbhektisch fertig für die Schule und raste im Eilschritt dort hin. Puh, grade noch pünktlich gewesen.

Mein Tag war ganz okay, ich habe alle Schulkameraden wiedergetroffen, aber jetzt könnten eigentlich wieder Ferien sein. Der Unterricht war auch langweilig wie immer, aber ich hab ja nur noch 1 1/2 Jahre vor mir. 

 

3.11.08 14:43


Story of my Life!!

So heute möchte ich rückblickend (immerhin ist es schon 8 Wochen her) über meinen Sommerurlaub schreiben. Ich war in meiner Heimat Marokko und die Reise war sehr anstregend. Dort angekommen, war ich erstmal froh (nach 2 Tagen Reise) die Reise hinter mir zu haben und meine ganzen Verwandten wiederzusehen.
Ich muss dazu sagen, dass ich im Vorfeld gar nicht nach Marokko wollte, weil es wirklich jedes Jahr ist und irgendwie immer das gleiche, aber dieses Mal sollte alles anders werden. Ich kann sagen, dass keine Zeit mich mehr geprägt hat als diese. Ich hatte nie einen schöneren Urlaub.

Die Moschee:

Am ersten Freitag musste ich in die Moschee beten gehen <img xsrc=. Ich muss sagen, ich bin mehr oder weniger Moslem, mag es aber trotzdem nicht in die Moschee zu gehen. Erstens wird eine ellenlange Predigt vor dem Beten gehalten. Zum anderen kann man sich vorstellen, wie warm es dort ist. Dazu kommt, dass ich es äußerst unangenehm finde, wenn man ohne sich irgendwo anlehnen zu können, rumsitzt und last but not least: Ich kann zwar arabisch und das auch nahezu perfekt, aber ich versteh in der Predigt fast kein Wort. Ich kann kein Altarabisch. Zum Glück konnte ich mich die anderen Freitage davor drücken ohne jemandem vor den Kopf zu stoßen. Ich war einfach zu der Zeit irgendwo, nur nicht in der Nähe von meiner Familie.

Die Liebe:

Zum ersten Mal in meinem Leben habe ich mich richtig verliebt. Ich war zwar schön öfters verknallt, aber wahre Liebe war es nie. Bei der Beschneidungsfeier meines kleinen Cousins ist sie mir aber sofort aufgefallen und ich war einfach hin und weg. Während der Feier habe ich mich die ganze Zeit darauf konzentriert ihren Blickkontakt so unauffällig und zufällig wie möglich zu suchen . (Hoffentlich hat mich dabei niemand beobachtet xD.) Jedes Mal als sie meinen Blick erwiderte, hab ich versucht zu lächeln. Ich habe sie den ganzen Abend, ich hoffe unauffällig, beobachtet und fand es einfach nur schön sie zu sehen. Wie sie tanzte, wie sie lief, wie sie redete. Ich wusste einfach, wow, heute hab ich meine Traumfrau gefunden, zumindest erstmal vom Aussehen. Ich bin zwar keineswegs schüchtern, ich habe mich aber trotzdem nicht getraut sie anzusprechen. Was aber daran lag, dass ich verunsichert war. Immerhin ist Marokko ein islamisches Land und ich wusste einfach nicht, wie solche Sachen in Marokko gehandhabt wurden. Die nächsten Tage versuchte ich deshalb soviel wie möglich über Liebe, Sex, Ehe und alles was damit zu tun hat, herausfinden. Ich hab wirklich alle möglichen Quellen benutzt: Internet, Zeitschriften und Fernsehsender. Ich bekam aber nur schwammige Antworten. Deshalb entschloss ich mich einfach mit marokkanischen Jugendlichen darüber zu unterhalten. Das war einfacher als ich gedacht habe. Sie haben sich auch brennend interessiert wie das in Deutschland läuft und so hab ich alles herausgefunden, was ich wissen wollte. Meine Unsicherheit ihr gegenüber blieb aber weiter. Einer erster Schritt war immerhin, dass ich mit ihr und anderen Jugendlichen abends weggegangen bin. Womit ich aber nicht zufrieden war, denn ich wollt nur mit ihr allein sein. Diese Gelegenheit sollte sich mir aber vorerst nicht bieten. Ich konnte nächtelang nicht schlafen, weil ich immer an sie gedacht habe und ewig darüber nachgedacht habe, wie sie mich wohl finden würde, immerhin konnte sie nicht ganz von mir abgeneigt sein, denn als ich mit ihr und anderen weggegangen bin, war es fast immer so, dass sie und ich etwas abseits von den anderen waren. Die andere Sache war eben, macht es überhaupt Sinn? Ich flieg jedes Jahr für 4 Wochen nach Marokko, aber was ist in der Zeit dazwischen und nach Marokko kann man nicht so einfach kurz mal hinfliegen. Umso mehr ich auch abends mit ihr wegging, desto verrückter machte es mich auch. Jetzt fand ich sie nicht nur wunderschön, sie war auch von ihrem Charakter her meine absolute Traumfrau. Ich konnte mich stundenlang mit ihr unterhalten, aber warum konnt ich ihr nicht einfach sagen, dass ich sie liebe? Warum war es so schwer für mich, ihr meine Gefühle zu offenbaren? 3 Wörter wollten einfach nicht über meine Lippen. Ich dachte viel darüber nach, wie und wann ich sie ansprechen könnte, doch jedes Mal ist mir mein Herz in die Hose gerutscht. Ich war außerdem nie alleine mit ihr und es hat sich einfach nicht Gelegenheit angeboten. Ich habe wirklich jede freie Sekunde über sie nachgedacht. Als mein Urlaub zu Ende zu gehen drohte, machte ich mir langsam Vorwürfe, es immer noch nicht gesagt zu haben. Sie, ich und ein paar andere sind dann ins Freibad und da haben wir soetwas wie Wahrheit Plicht Konsum gespielt. Ich fand es zwar albern, hab aber mit Begeisterung mitgemacht, zumindest wollte ich, dass das so rüberkommt. Dann kam natürlich die Frage, von einem Mädchen, ob es ich auf irgendein Mädchen stehe. Ich habe natürlich ehrlich geantwortet, was ich dann aber bereut habe, weil ich dann versucht wurde mich auszuquetschen. Hätte ich gesagt, es wäre eine in Deutschland, wäre zwar das Thema gegessen, aber ich wusste eben nicht, ob sie auch auf mich steht und wollte sie nicht verletzen. Durch einen dummen Trick von denen haben sie es dann herausgefunden. Die eine Frage war halt, ob sie dieses Mädchen kennen und eine halbe Stunde später, als ich diese Frage vergessen habe, kam die Frage, ob dieses Mädchen im Schwimmbad ist. Da dacht ich mir halt bei beiden Fragen, dass es dann trotzdem noch hunderte seien könnten. Aber Mädchen, von denen ich wusste, dass die die kannten und im Schwimmbad waren, gab es nur 3. Da ich mit den anderen beiden nicht so viel zu tun hatte, war es ziemlich klar, wer es ist. Nur sie hat darauf nicht wirklich reagiert, sie blieb ruhig. Das ganze hat mich noch mehr verunsichert und ich habe es bereut bei dem Spiel mitzumachen. Ich hab versucht es mir nicht anmerken zu lassen, aber ich glaube, das hat man gemerkt. Jetzt, als es dann nur noch 2 Tage waren, hab ich mir gesagt: Heute sag ich ihr, dass ich sie liebe. Ich bin zu ihr gegangen und gerade, hat sich jemand mit ihr über mich unterhalten und ihr gesagt, dass ich sie toll finde. In dem Moment bin ich dazu gekommen und ich habe es bestätigt, gesagt es wäre aber keine Liebe. Sie meinte dann auch, sie würde mich sehr mögen, aber auch sehr betont von Liebe wäre es weit entfernt. Das gab mir einen Dämpfer, aber ich so habe ich sie gefragt, ob sie meinen letzten Urlaubsabend mit mir verbringen möchte und dann hab ich ihr endlich gestanden wie sehr ich sie liebe und dass ich schon den ganzen Urlaub nur an sie denke und nur auf den Moment gewartet habe, es ihr zu sagen. In dem fiel mir auf der einen Seite einen riesen Stein vom Herzen, aber der anderen war mir, wie ein Schlag ins Gesicht, bewusst geworden, dass es der letzte Abend ist. Ich wusste ich werde sie für ein ganzes Jahr nicht mehr sehen. Wie konnte das gehen? Was passiert in diesem Jahr? Was wird nächstes Jahr sein? Tausende Fragen und Gedanken kreisten durch meinen Kopf und ich wusste einfach nicht, wie ich sie ordnen sollte und was ich machen soll. Ich hätte eigentlich vor Glück in die Luft springen sollen, ich war im ersten Moment, als sie mir auch gesagt hat, dass sie meine Gefühle erwidert, der glücklichste Mensch, aber mit einem Schlag, machte ich mir Vorwürfe. Was wäre, wenn ich es ihr früher gesagt hätte? Wie wäre, dann der Urlaub verlaufen? Ich hatte wirklich schwer mit den Tränen zu kämpfen und diesen Kampf verlor ich. Ich musste vor ihren Augen weinen und alles was ich noch sagen konnte, war, dass ich sehr sehr vermissen werde.  Ich war innerlich sehr verwirrt. Meine Gefühle sind Achterbahn gefahren, innerhalb von Sekunden wurde aus Freude Trauer.

Der Abschied von ihr fiel mir sehr schwer und ich kann mich nicht erinnern, dass ich jemals nach dem 12. Lebensjahr geweint habe, nun gleich 2 mal und auch noch vor ihr. Die Trauer steckt heute noch tief in mir und ich vermisse sie sehr. Ohne sie fehlt etwas. Ich weiß nicht, was ich machen soll. Ich denke jede Sekunde an sie und hoffe sie bald wiedersehen zu können. Noch nie habe ich so viel für eine Person empfunden und ich bin mir sicher, dass ich so eine wie sie nie wieder finden werde. Weil das ist echte, wahre Liebe. Ich wünsche auch jedem, dass er / sie solch einer Liebe begegnet.

 

2.11.08 18:20


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